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Unsere Geschichte

 

1852 Eröffnung der Königlichen Provinzial-Gewerbeschule zu Iserlohn

Der Mangel an ausreichend qualifizierten Fachkräften und die Erkenntnis, dass die industrielle Fabrikation kunsthandwerklich gefertigter Metallwaren in England und Frankreich weit vorangeschritten ist, führt auch in Iserlohn zur Einrichtung einer vollständigen Gewerbeschule. Ihre Aufgabe ist es, tüchtige Zeichner, Graveure und Modelleure für das heimische Gewerbe auszubilden. Trotz vielfältiger Schwierigkeiten, wie improvisierte Räumlichkeiten und Konkurrenz der schon länger bestehenden Hagener Gewerbeschule, etabliert sie sich. In den Jahren 1858 - 1878 entlässt sie gar Absolventen mit dem Reifezeugnis, das zum Besuch der Gewerbeakademie in Berlin, dem damals höchsten technischen Institut in Preußen, berechtigt. Die Provinzial-Gewerbeschule wird 1879 durch ihre Nachfolgeinstitution abgelöst.

Leiter der Königlichen Provinzial-Gewerbeschule zu Iserlohn  
Dr. Bischoff
Dr. Meißel
Dr. Kessler
Direktor Wessel

(1852 - 1856)
(1856 - 1869)
(1870 - 1874)
(1874 - 1878)

 

1879 Eröffnung der Königlich-Preußischen Fachschule für Metallindustrie

Mit der Neuorganisation des preußischen Gewerbeschulwesens wird die Königlich-Preußische Fachschule für Metallindustrie als staatliche Schule eingerichtet. Ihre Zielsetzung ist: Jungen Leuten, die bereits berufspraktisch gearbeitet haben, oder neben dem Schulbesuch praktisch arbeiten, auf dem Gebiet der Metallindustrie, technischen Chemie und dem Kunsthandwerk eine über die Fertigkeit eines gewöhnlichen Arbeiters hinausgehende fachliche Ausbildung anzubieten, um ihnen einen Wirkungskreis als selbständiger Gewerbetreibender oder Werkmeister zu eröffnen.  Theodor Reuter wird erster Fachschuldirektor. Sein Wirken in den Folgejahren treibt den Gedanken der praktischen Ausbildung in eigens hierfür eingerichteten schuleigenen Werkstätten neben einer qualifizierten theoretischen Ausbildung stark voran. Die räumliche Enge in dem mit der Realschule gemeinsam genutzten Gebäude an der Baarstraße gefährden den Bestand der Fachschule, die seit dem Weggang Theodor Reuters kommisarisch geleitet wird, nachhaltig. Erst die Bereitschaft der Stadt Iserlohn, ein neues Schulgebäude zu errichten, sichert den Bestand.
 

Im Oktober 1900 wird das neue Gebäude, Karnacksweg 44, bezogen.

Schon 1905 ersetzt die schulische Abschlussprüfung in den Berufen Kunstschmied,
Werkzeugschlosser, Metallgießer, Ziseleur und Graveur die Gesellenprüfung.

 

Leiter der Königlich-Preußischen Fachschule für Metallindustrie und ihrer Nachfolgeeinrichtungen bis 1947  
Direktor Reuter
Lehrer Friederichs, kommissarisch
Prof. Richter
Direktor Friederichs
Prof. Geyer
Prof. Scheidl
Prof. Lasius
Dr. Dehning
Dr. Weidmann
Fachoberlehrer Hembach, kommissarisch
(1879 - 1891)
(1891 - 1898)
(1898 - 1902)
(1903 - 1904)
(1905 - 1912)
(1912 - 1913)
(1914 - 1931)
(1932 - 1938)
(1938 - 1945)
(1945 - 1947)

 

 1918 Staatliche Fachschule für Metallindustrie

Der industrielle Wandel von der kunsthandwerklich betonten Verwendung von Messing und Bronze zur Massenfertigung von Eisen- und Stahlwaren schlägt sich auch in der Ausbildung der Fachschule nieder.

Nach dem 1. Weltkrieg verfügt sie über die drei Abteilungen: Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Kunsthandwerkliche Gestaltung und Oberflächenveredlung und -bearbeitung.
Dieser Wandel, aber auch mehrfache Namensänderungen, ändern nichts an der Struktur und der traditionellen Zielsetzung der Schule.

 

 1938 Staatliche Berufsfachschule für Metallindustrie

Um den Anforderungen der neuzeitlichen Industriegesellschaft und den gewachsenen Schülerzahlen Rechnung zu tragen, wird im Jahre 1957 ein größeres und moderneres Gebäude, das Gebäude Karnacksweg 43, bezogen.

 

1970 Staatliche Berufsfachschule für Fertigungstechnik
1972 Staatliche Berufsfachschule für Fertigungstechnik und Elektrotechnik

1972 wird mit der Ausbildung in Berufen auf Grundlage der Verordnung über die Berufsausbildung in der Elektrotechnik begonnen. Als Ausbildungsberufe werden jetzt Galvaniseur, Maschinenschlosser, Werkzeugmacher, Energieanlagenelektroniker, Energiegeräteelektroniker, Funkelektroniker und Informationselektroniker angeboten. Die eingerichteten Bildungsgänge sind doppeltqualifizierend, sie führen sowohl zu einem Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf (die Gleichwertigkeit der Prüfungszeugnisse der Staatlichen Berufsfachschule für Fertigungstechnik und Elektrotechnik, Iserlohn ist seit 1975 vom Bundesminister für Wirtschaft zuerkannt), als auch zur Studienberechtigung in Form der Fachhochschulreife oder zur Fachoberschulreife als Qualifikation zum Besuch der Fachoberschule.

Schulleiter seit 1947

Dr. Störing
StD Hembach
OStD Jung
StD Bartmann, kommissarisch
OStD Knab
OStD Müller
StD Kadenbach, kommissarisch
StD Schriever

 

(1947 - 1953)
(1953 - 1970)
(1970 - 1997)
(           1997)
(1997 - 2002)
(2002 - 2014)
(2014 - 2016)
(seit 2016 kommissarisch)

Die gestiegenen Schülerzahlen und die gemeinsame Nutzung des Gebäudes mit der Fachschule für Technik führen bereits 1974 zur Erweiterung des Gebäudes an der Bonstedtstraße, welches nochmals 1990 aufgestockt wird. Seit 1979 verfügt die Schule über eine eigene Turnhalle.

Die Neuordnung der industriellen Metall- und Elektroberufe aus dem Jahre 1987 führt an der Staatlichen Berufsfachschule für Fertigungstechnik und Elektrotechnik, Iserlohn zur Ausbildung der Berufsbilder:
- Industriemechaniker/-in, Fachrichtung Maschinen- und Systemtechnik,
- Werkzeugmechaniker/-in, Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik,
- Energieelektroniker/-in, Fachrichtung Anlagentechnik,
- Kommunikationselektroniker/-in, Fachrichtung Funktechnik und
- Kommunikationselektroniker/-in, Fachrichtung Informationstechnik.
 

1998 Theodor-Reuter-Berufskolleg Iserlohn Staatliche Berufsfachschule für Fertigungstechnik und Elektrotechnik 

Mit Inkrafttreten des Berufskolleggesetzes im Jahre 1998 ändert die Staatliche Berufsfachschule für Fertigungstechnik und Elektrotechnik Iserlohn ihren Namen. Sie würdigt damit einen ehemaligen Schulleiter und Berufspädagogen, der die traditionelle Zielsetzung der Schule und die Ausformung von beruflicher und allgemeiner Bildung an der Schule mitgeprägt hat. Seit dem Schuljahr 2001/02 ist am Theodor-Reuter-Berufskolleg eine Fachoberschule Klasse 13 eingerichtet. Absolventen mit Fachhochschulreifezeugnis und einem Berufsabschluss im Fachbereich Elektrotechnik oder Metalltechnikkönnen in einem weiteren Jahr die fachgebundene oder die allgemeine Hochschulreife erwerben. Damit ist am Theodor-Reuter-Berufskolleg wieder die Möglichkeit geschaffen, die uneingeschränkte Studierfähigkeit zu erlangen. Durch die Verordnungen über die Berufsausbildung in den industriellen Elektro- und Metallberufen vom 3. Juli 2003 und 1. April 2004 wurde eine umfassende Modernisierung der Berufsbilder und eine methodische Anpassung der Ausbildung an die veränderten Anforderungen heutiger Facharbeit vorgenommen.
Die Berufsbilder erhielten neue Namen. Seit dem Schuljahr 2004/2005 werden am Theodor-Reuter-Berufskolleg die Berufsbilder: - Industriemechaniker/-in, -Werkzeugmechaniker/-in, -Elektroniker für Betriebstechnik und -Elektroniker für Geräte und Systeme ausgebildet.
Zusammen mit den beiden im Schuljahr 2003/2004 aufgenommenen Ausbildungsgängen: -Mechatroniker/-in und -IT-System-Elektroniker/-in, bietet das Theodor-Reuter-Berufskolleg heute die Ausbildung in sechs modernen Industrieberufen, verbunden mit dem Erwerb eines attraktiven allgemeinbildenden Abschlusses, an.